Ein kleines Licht am Ende des Tunnels

 

Bäckerzeitung 9. 2015
 

Erste leise Signale für eine Verbesserung der Konjunktur in Österreich lässt der Bank Austria Konjunkturindikator erkennen. Der Ölpreisverfall wird die Inflation im Jahresdurchschnitt 2015 unter 1 % drücken und mehr Schwung für den privaten Konsum bringen. Dennoch sind wirtschaftspolitische Impulse dringend gefordert, denn im EU-Vergleich tümpelt Österreich dahin.

Zu Beginn des Jahres 2015 hat sich das Konjunkturklima in Österreich etwas aufgehellt. Darauf weist der leichte Anstieg des Bank Austria Konjunkturindikators im Jänner hin. Allerdings war die Aufwärtsbewegung gerade einmal stark genug, um den negativen Wertebereich zu verlassen. „Der aktuelle Bank Austria Konjunkturindikator liegt bei genau 0 Punkten. An der trägen Konjunkturentwicklung der vergangenen Monate hat sich somit zu Beginn des Jahres 2015 kaum etwas verändert“, erläutert Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer. Die wirtschaftlichen Aussichten für das erste Quartal 2015 sind trotz der leichten Stimmungsverbesserung weiterhin überschaubar.

„Wir erwarten eine moderate Belebung der Konjunktur ab dem Frühjahr. Der Rückenwind aus dem Ausland wird die österreichische Wirtschaft stützen“, ist Bruckbauer überzeugt. Die Stimmung in der europäischen Industrie zeigt im Jänner bereits leicht nach oben. Der mit den österreichischen Handelsanteilen gewichtete Vertrauensindikator liegt aktuell bereits klar über dem langjährigen Durchschnittswert. In Österreich ist die Stimmung in der Industrie zwar spürbar schlechter als im langjährigen Mittel, aber die Verbesserung in Europa beeinflusst offenbar die Geschäftseinschätzung der österreichischen Produzenten bereits positiv. Auch die Stimmung unter den Verbrauchern hat sich zu Jahresbeginn geringfügig verbessert, trotz der weiterhin schwierigen Lage am Arbeitsmarkt.

Es ist zu erwarten, dass Österreich weiterhin einen Inflationsaufschlag gegenüber dem Euroraum aufweisen wird. In den vergangenen fünf Jahren sind in Österreich die Preise insgesamt um mehr als 3 Prozentpunkte stärker gestiegen als im Euroraum oder im Nachbarland Deutschland. 

 

 


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