Süße Gebäcke, Hasen und Co.

 

Bäckerzeitung 10.2013
 

Ostern gilt als das höchste kirchliche Fest, das am Ende der vierzigtägigen Fastenzeit gefeiert wird. Nach dem Fasten stehen besondere Speisen und Gebäcke auf dem Speiseplan. Für Bäckereien gehört die Osterzeit zu den umsatzstärksten Tagen im Jahr und bedeutet damit eine intensive Vorbereitungs- und Verkaufszeit für Pinzen, Striezel, Lämmer und Osterhasen.
In einer wahren Vielfalt präsentieren sich die süßen Ostergebäcke. Auf kaum einem Ostertisch fehlt der klassische Osterstriezel, oft verziert mit gefärbten Ostereiern. Ähnlich traditionsreich sind die Osternester. Aus Germteig werden in Rundform Zöpfe geflochten und ergeben so das Osternest mit dem Osterei in der Mitte, das meist auch zum Osterfrühstück genossen wird.
Der Osterfleck wurde in früherer Zeit in großen Mengen in Wien gebacken. Er besteht aus Briocheteig und wird mit großen Kämmen durch Striche verziert.
Neben anderen Brauchtumsgebäcken hat sich in den letzten Jahren insbesondere auch die Osterpinze durchgesetzt. Dieses flaumige eigelbe Briochegebäck kommt ursprünglich aus Südtirol. Heute gehört es auch bei uns zur Osterzeit auf den festlich gedeckten Ostertisch.
Ein weiteres traditionelles Ostergebäck ist das Osterlamm, das auf den meisten Osterfrühstücks- und Jausentischen auch heute nicht fehlen darf. Das Osterlamm erinnert an die Opferung von Christi Leben zur Vergebung der menschlichen Sünden.
Als österliches Feingebäck ist die Potize in der Steiermark und in Teilen Kärntens beliebt. Die Potize gilt als Gegenstück zum Kärntner Reindling, kommt ursprünglich aus Slowenien und trägt ihren Namen aufgrund der Herstellungsart. Der Name leitet sich u. a. von potivica ab, was soviel wie einwickeln bedeutet.
Nach alter, katholischer Fastenvorschrift war der Verzehr von Eierspeisen in der Fastenzeit oder zumindest in der Karwoche untersagt. Die Hennen legten trotzdem, die Eier wurden gelagert oder zum Backen für Ostern verwendet. Am Ostermorgen war der Eierkonsum besonders hoch. Die gesammelten Eier wurden bemalt und geweiht, damit sie sich von normalen ‚Jahreseiern’ unterschieden.


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