Kaffee belebt das Geschäft

Bäckerzeitung 36.2013

 

Ob heiß oder eisgekühlt genossen – mit 164 Liter pro Kopf und Jahr, das sind rund 2,6 Tassen pro Tag – findet sich Kaffee noch vor Bier und nach Wasser an der Spitze der Lieblingsgetränke der Österreicher. Österreich ist und bleibt ein Land der Kaffeetrinker, was jedes Jahr am 1. Oktober mit dem ‚Tag des Kaffees’ gefeiert wird.

Dass Kaffee weit mehr als nur ein Muntermacher in der Früh ist, hat sich längst herumgesprochen. Ob klassisch als Melange, kurz und stark als Espresso oder in abgewandelter Form mit verschieden Geschmacksrichtungen – Kaffee ist in Zubereitung wie auch im Genuss vielfältig und variantenreich.

Schon seit einigen Jahren erlebt das beliebteste Heißgetränk der Österreicher einen wahren Boom und regelmäßig beleben neue Trends den großen Markt der Kaffeezubereitung. Waren es in den vergangenen Jahren vor allem Kreationen mit Milch – Stichwort Café Latte – und verschiedene Kapselsysteme, die den Kaffeemarkt geprägt haben, kommt nun eine neue Welle auf Österreich zu, wie der Österreichische Kaffee- und Tee-Verband berichtet.

Die Rede ist von der sogenannten ‚Third Wave of Coffee’, die nach der Etablierung von Kaffee als Genussmittel für die breite Masse und der ‚Coffee to go’- Strömung im letzten Jahrzehnt nun eine neue Richtung vorgibt. Ähnlich wie beim Wein ist auch am Kaffeesektor eine echte Kultivierung zu erkennen und Qualität wie auch Gourmetprodukte werden verstärkt nachgefragt. Viele Kunden verlangen nach dem perfekten Kaffeegenuss und setzen sich selbst aktiv mit der Thematik auseinander. Es lässt sich ein starkes Interesse am Produkt ‚Kaffee’ beobachten, nicht umsonst boomen Barista-Seminare und es gibt immer mehr echte Kaffeefeinschmecker.

Auch die Bäckereien liegen bei Kaffee gut im Rennen. Zum Frühstücksweckerl am Morgen oder sogar an Stelle des Frühstücks, zur Jause oder einfach zwischendurch – Kaffee ist ein nicht zu unterschätzender Umsatzbringer. Der Bäcker ist gut beraten sein KaffeespeziaIitäten-Abgebot noch weiter zu kultivieren. Längst geht es nicht mehr nur um Herkunftsländer. Wichtig ist, in welcher Region die Kaffeeplantagen liegen, welche Farmen für die Ernte verantwortlich zeichnen und natürlich die Röstart.



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