Weniger Salz – der Gesundheit zuliebe!

 

Bäckerzeitung 12.2013
 

Österreichs Bäcker gehen mit gutem Beispiel voran. Der Gesundheitsminister bezeichnet diese Initiative als vorbildhaft und lobt die Handwerksbäcker für deren wichtigen Beitrag für mehr Gesundheit in der Bevölkerung.
Insgesamt 112 österreichische Handwerksbäcker machen bei der vor zwei Jahren gestarteten Initiative ‚Weniger Salz ist g’sünder’ mit. Sie leisten damit einen sehr wesentlichen Beitrag zu mehr Herzgesundheit in Österreich. So ist es den gesundheitsbewussten Bäckern in nur zwei Jahren gelungen, den Salzverbrauch von Herrn und Frau Österreicher um 30 Tonnen zu senken.
Bei einer Pressekonferenz in Wien haben nun am 25. Februar Bundesminister Alois Stöger, Innungsmeister KommR Josef Schrott, Univ.-Prof. Dr. Günter Steurer, Bundesinnungs-Geschäftsführer Prof. Dr. Reinhard Kainz sowie KommR Doris Felber als Gastgeberin einen Zwischenbericht zur gemeinsamen Kampagne ‚Weniger Salz ist g’sünder’ gegeben. „Wir müssen in Österreich die gesündere Wahl zur leichteren machen. Dazu gehört es natürlich auch, den Salzkonsum zu reduzieren. Ich freue mich sehr, dass es gemeinsam mit den Bäckern gelungen ist, den Salzanteil in Brot und Gebäck zu reduzieren. Dadurch leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Menschen in Österreich“, freut sich Gesundheitsminister Alois Stöger. 2011 haben das Gesundheitsministerium und einzelne österreichische Bäcker vereinbart, den Salzgehalt in Brot und bestimmten Gebäcksorten bis 2015 um 15 % zu verringern. Eine schrittweise Reduktion des Salzgehaltes ermöglicht es den Konsumenten sich allmählich an weniger Salz in Brot und Gebäck zu gewöhnen. Der Fokus der Kampagne liegt auf den beliebten Produktgruppen Semmeln, Weißbrot, Mischbrot und Korngebäck. Mit einer Reduktion der Salzzugabe bei Brot und Gebäck leisten die heimischen Bäcker einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung des überhöhten Salzkonsums in Österreich und unterstützen somit die Vermeidung von Herz-Kreislauf-Krankheiten.
Wie wichtig die Salzreduktion in Lebensmitteln ist, hat ganz aktuell auch die Weltgesundheitsorganisation betont. Sie hat die Empfehlung zum Salzkonsum von bisher maximal 6 Gramm pro Tag auf 5 Gramm reduziert. „Brot und Gebäck sind ein fixer Bestandteil einer gesunden, ausgewogenen Ernährung, die einen Schwerpunkt meiner Politik darstellt. Umso wichtiger ist es daher, dass mit diesen wertvollen Lebensmitteln das tägliche Salzkonto nicht überstrapaziert wird“, betont Minister Stöger.
In Österreich wird laut Ernährungsbericht 2012 in allen Altersgruppen mehr Kochsalz verzehrt als maximal empfohlen. Demnach liegt die Aufnahme bei mehr als der Hälfte der Erwachsenen über der als gesundheitlich bedenklich eingestuften Menge von 10 g pro Tag. Mit 120 g Brot und Gebäck pro Tag werden 1,7 g Salz aufgenommen. Wird der Salzgehalt um 15 % reduziert, wie bei der Initiative ‚Weniger Salz ist g’sünder’ angeregt, so verringert sich die Salzaufnahme im Schnitt um 0,26 g. „Damit lässt sich ein wesentlicher positiver Effekt auf den Blutdruck erwarten“, resümiert Prof. Günter Steurer, „und man kann davon ausgehen, dass sich daraus auch eine klinische Relevanz ergibt.“


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