Qualität der österreichischen Brotgetreideernte 2014  

 

Bäckerzeitung 41. 2014
 

Die heurige Getreideernte ist sehr gut ausgefallen und im Durchschnitt um knapp 10 % höher als 2013. In den Qualitäten kam es witterungsbedingt regional zu Unterschieden.

Die Bestände von Roggen und Weizen haben sich nach der Aussaat im Herbst 2013 sehr gut entwickelt. Ein schneearmer und trockener Winter hat im Frühjahr regional zu Trockenschäden geführt.

Der niederschlagsreiche Mai hat in weiterer Folge optimales Wachstum bewirkt. Das feucht-warme Wetter förderte aber auch ein stärkeres Auftreten von Pilzkrankheiten, vor allem von Gelbrost. Eine verlängerte Abreifephase hat das Ertragspotenzial begünstigt. Nach einer Hitzewelle Anfang Juni konnte im pannonischen Raum Ostösterreichs schon sehr früh mit der Ernte begonnen werden. Ende Juli wurde die Ernte vor allem im Alpenvorland (westliches Niederösterreich und Oberösterreich) durch Regenfälle immer wieder unterbrochen, was gebietsweise auch die Qualität beeinträchtigt hat.

Nach Informationen der Agrarmarkt Austria (AMA) ist die heurige Getreideernte gut bis sehr gut ausgefallen und im Durchschnitt um knapp 10 % höher als 2013. Erwartet werden mehr als 3,22 Mio. Tonnen Getreide (ohne Mais). 

Die vg-Tortengrafik zeigt die von der AMA geschätzten vorläufigen Erträge für die einzelnen Getreidearten. Die zu erwartende Gesamternte (inklusive Mais) liegt mit 5,339 Mio. Tonnen auf einem guten Niveau. Die genannten Zahlen beziehen sich auf die landwirtschaftliche Produktion und nicht auf die zu erwartende Marktleistung und geben damit auch keine Auskunft über die tatsächliche Marktverfügbarkeit. 

Sämtliche in der Versuchsanstalt für Getreideverarbeitung eingelangten Proben von Roggen und Weizen der neuen Ernte wurden analysiert. Die Auswertung der Ergebnisse ermöglicht es nunmehr, das Gesamtergebnis darzustellen und zu kommentieren.

Beim Roggen ist die Anbaufläche mit 48.200 ha um 14 % zurückgegangen. Der Gesamtertrag ist mit 226.000 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr um knapp 4% niedriger. Der Ertrag pro Hektar ist mit 47 dt um ca. 12 % höher als 2013. 

Die Kornausbildung ist beim Roggen heuer allgemein gut. Auch das Hektolitergewicht ist mit durchschnittlich 74,8 kg sehr gut.

Das mittlere Verkleisterungsmaximum liegt mit 1033 AE im sehr kräftigen Bereich und ist mit dem Vorjahr vergleichbar. Auch die Verkleisterungstemperatur ist mit durchschnittlich 72 °C hoch. Die Fallzahlen liegen mit 240 sec. im Durchschnitt ebenfalls sehr hoch.

 

 


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