Ein Blick in den Wiener Mehlspeishimmel 

 

Bäckerzeitung 19. 2015
 

Von Irene Krauß – Der Strudel – mit seinen vielen verschiedenen Füllungen – gehört heute zu den Prunkstücken der österreichischen Mehlspeisenküche. Insbesondere der Apfelstrudel ist bei Einheimischen wie Touristen gleichermaßen beliebt. Auch beim Wiener Brotpreis siegte der Apfelstrudel von der Bäckerei Szihn in der Kategorie ‚Lauter süßer Plunder’.

Dass ein Strudel auch heute noch eine Kunst für sich ist, erfährt man aus entsprechenden Rezepten, nach denen der Teig papierdünn ausgezogen und zum Füllen über die Kante eines Tisches gespannt werden muss. 

Solches Wissen gewinnt an Farbe, wenn man bei der Herstellung eines original handgezogenen Wiener Apfelstrudels zusehen darf. Eine solche ‚Apfel-Showtime’ sollte man sich bei einem Besuch in Wien daher auf keinen Fall entgehen lassen. Und in der Tat ist die kleine Schaubackstube des Cafés Residenz im Wiener Schloss Schönbrunn denn auch stets gut mit Zuschauern aus halb Europa und Asien gefüllt, wenn hier stündlich von einem erfahrenen Konditor die Strudelzubereitung gezeigt und erklärt wird. Geradezu atemberaubend wird es für die Besucher, wenn die süße Sache im wahrsten Sinne des Wortes abhebt, weil der Konditor den Strudelteig so lange durch die Luft wirbelt, bis dieser hauchdünn und so groß wie ein Kissenbezug geworden ist. Wer das selber einmal ausprobieren möchte, bekommt ein original Wiener Apfelstrudelrezept gleich gratis dazu. Wer sich nicht ganz so viel Arbeit machen, aber einen guten Apfelstrudel zu Hause genießen möchte, dem empfiehlt es sich, zumindest die fertige Apfelfüllung vor Ort zu kaufen.  

 

 

 


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