Sparte Gewerbe und Handwerk hofft auf Effekte der Steuerreform

 

Bäckerzeitung 17. 2015
 

Nach Berechnungen der KMU Forschung Austria könnten Gewerbe und Handwerk aus dem Entlastungsvolumen der kommenden Steuerreform ab 2016 bis zu 1 Mrd. Euro mehr Umsatz erzielen. Dieses Umsatzwachstum ist aber auch dringend notwendig, wie der Blick auf die soeben publizierten Konjunkturdaten zeigt.

Das Jahr 2014 ist so zu Ende gegangen wie es die Quartalsergebnisse erwarten ließen: Die nominelle Umsatzentwicklung 2014 ging um 0,1 % zurück (im Vergleich: BIP +2 %). Bereinigt um die durchschnittliche Preissteigerung von 0,8 % (bei einer Inflation von 1,7 %) ergibt sich ein Umsatzrückgang um real minus 0,9 %.

Auch das erste Quartal 2015 liegt unter den Ergebnissen von 2014. Betriebe mit guter Geschäftslage (16 %) sind deutlich weniger als Betriebe mit schlechter Geschäftslage (25 %). „Immerhin sind die Umsatzentwicklungen erstmals gegenüber dem Vorjahresquartal leicht positiv“, fasst Walter Bornett, Direktor der KMU Forschung Austria, zusammen. „Auch die Personalplanungen zeigen eine leichte Erholung, was auf eine optimistischere Zukunftssicht schließen lässt.“

Im Detail ergaben sich 2014 schwächere Entwicklungen vor allem in den Bereichen Bau, Kfz-Techniker, Kunststoffverarbeiter und Installateure. Besonderen Preisdruck verspürten zudem die Tischler. Besser entwickelten sich der Bereich Nahrungs- und Genussmittel und technologische Frontrunner wie die Mechatroniker. 

„Aus diesen Entwicklungen ergibt sich eindeutig eine weiter steigende Bedeutung von Qualität und Qualifikation für die Zukunftsfähigkeit des österreichischen Gewerbes und Handwerks“, gibt sich Scheichelbauer-Schuster überzeugt. 

 

 

 


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