Osterbrote, Lamm und Hase – traditionelle österliche Formgebäcke 

 

Bäckerzeitung 10. 2015
 

von Irene Krauß M.A. – Neben dem weihnachtlichen Festkreis gilt Ostern als eines der höchsten kirchlichen Feste im jahreszeitlichen Kreislauf und zugleich als ein Höhepunkt im Brauchtumsgeschehen. Nicht zu vergessen sind die wohlschmeckenden Osterbackwaren, die Österreichs Bäckereien zu diesen Feiertagen anbieten.

Die österlichen Feiertage – besonders in früheren Zeiten – sind nach der schmalen Kost der Fastenwochen mit ihrer strengen Fastendisziplin in kulinarischer Hinsicht ein ‚Highlight’. Kaum verwunderlich, dass man in der Vergangenheit mit durchaus ironischem Charme reimte: „Eia, Eia! Ostern ist da! Fasten ist vorüber, das ist mir lieber ...“

Nicht zuletzt deswegen ist Ostern mit so bekannten typischen Form- und Figurengebäcken wie Osterzopf, Lamm oder Hase verbunden, die sich in den Bäckereien in großer Vielfalt präsentieren. Regional unterschiedlich zubereitete Backwerke bestimmen das hohe Kirchenfest bis in die häusliche Küche mit: Osterfladen mit kandierten Früchten, Mandeln oder Nüssen, süßes Osterbrot, das in der Kastenform gebacken oder kunstvoll geformt und geflochten wird und natürlich der klassische Hefezopf. So unterschiedlich in Form und Namen die Gebäcke auch sein mögen, eines haben sie in der Regel alle gemeinsam: Sie sind aus einem süßen und eierreichen (Hefe-)Teig geformt und meist kunstvoll gestaltet.

Dass das Lamm eines der wichtigsten österlichen Symbole ist, hat eine lange Tradition. Zur Herstellung dieser Backwaren verwendete man seit dem 18. Jahrhundert zwei- oder mehrteilige Teigformen, meist aus Ton oder Weißblech, in denen die Figuren gebacken wurden. Solche Formen werden mittlerweile kaum mehr hergestellt. Mittlerweile gibt es praktische Backformen, mit denen Lämmer, Hasen und Küken aus Teig auch in der häuslichen Küche einfach gelingen. Nach dem Backen lassen sich die Motive problemlos aus den antihaftbeschichteten Formen lösen.

 


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